Hallo zusammen,
ich plane gerade die Umstellung meiner Heizanlage und bin bei der Frage steckengeblieben, ob monovalent oder bivalent für meine Situation besser passt. Mein Setup: bestehendes EFH, parallel bau ich gerade eine PV-Anlage auf (ca. 10 kWp geplant) und möchte die Wärmepumpe möglichst über Eigenverbrauch betreiben.
Mein Gedanke war: Monovalent ist effizienter, aber mit bivalent könnte ich im Winter bei weniger PV-Ertrag flexibler reagieren und hätte ne Art Fallback. Andererseits: Wenn ich clever steuere (Smart-Home-Integration mit meinem HA-Setup), könnte ich die Wärmepumpe auch monovalent so laufen lassen, dass sie hauptsächlich bei hohem PV-Ertrag lädt und den Pufferspeicher nutzt.
Wie seht ihr das – lohnt sich die Mehrausgabe für bivalent, wenn man ohnehin mit Speicher und Lade-Optimierung arbeitet? Oder ist das Quatsch und ich sollte einfach monovalent mit großem Puffer gehen?
Freue mich auf Input!
Stefan
Moin Stefan,
interessante Frage. Ich hätte allerdings eine kleine Skepsis: Im Winter, wenn du wenig PV hast, hilft dir auch bivalent nicht viel, wenn der Strom teuer wird. Dann lädt deine Wärmepumpe trotzdem von außen.
Was ich aus meiner Erfahrung sagen kann: Monovalent mit gutem Pufferspeicher (200–300 Liter, je nach Haushalt) ist meist günstiger und wartungsfreundlicher. Du schaffst dir mit bivalent eher ne zusätzliche Komplexität – mehr Ventile, mehr Stellglieder, die regelmäßig überprüft werden müssen.
Mein Rat: Geh monovalent, dimensioniere den Speicher großzügig und steuere via smarten Regelung. Die Intelligenz liegt in der Software, nicht in der Hardware. Hast du schon konkrete Heizlastdaten?
Thomas