Moin zusammen,
da ich jetzt schon seit drei Jahren mit meiner Wärmepumpe heize, dachte ich, ich teile mal einen ehrlichen Erfahrungsbericht für alle, die noch mit sich ringen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen weiter.
Zum Setup: Reihenhaus, ca. 140 m², Baujahr 1985, Luft-Wasser-WP (Nennleistung 10 kW), kein Pufferspeicher, alte Radiatoren teilweise ausgetauscht. Die BAFA-Förderung habe ich damals noch mitgenommen – das war ein großer Kostenblock weniger.
Die Realität: Meine gemessene JAZ über drei vollständige Heizperioden liegt bei etwa 3,2–3,5. Die Hersteller versprechen ja oft 4+, und ja, unter optimalen Bedingungen geht das vielleicht auch. Aber mit Warmwasserbereitung, weniger als perfekt gedämmtem Altbau und echten Wintertemperaturen – naja.
Heizkosten: Ungefähr 1.200 Euro pro Jahr für Heizung und WW. Das ist für meinen Wohnstandard deutlich besser als die alte Gasheizung (ca. 2.100 Euro), aber auch nicht das Wunder, das manche versprechen.
Offene Fragen habe ich auch noch, deshalb hier der Thread: Wie optimiert man bei sowas die Warmwasserbereitung wirklich, ohne den Zusatzheizer ständig zu nutzen? Und: Lohnt sich eine Nachrüstung mit PV überhaupt bei meinem Verbrauchsprofil?
Freue mich über Erfahrungen von ähnlichen Objekten.
Sehr guter Bericht, Bernd! Deine 3,2–3,5er JAZ ist völlig realistisch für einen Altbau mit alten Radiatoren. Das sehe ich auch bei anderen Anlagen immer wieder – der Hersteller-Claim 4+ gilt halt oft nur unter Labor-Bedingungen oder mit komplett optimiertem System.
Zum Warmwasserthema: Das ist wirklich der Knackpunkt. Viele unterschätzen, wie oft der Zusatzheizer (unbewusst) anspringt. Es lohnt sich, einen separaten Warmwasser-Zähler zu installieren und zu messen, wie viel Strom tatsächlich da reingeht. Und mit PV bei deinem Verbrauch – da würde ich erst kalkulieren, ob die Rendite passt. 3–4 kWp macht vielen Sinn, aber der Pure-ROI ist nicht immer der Star.
Hast du Fördermittel für die Installation noch mitgenommen?