Hallo zusammen, nach 8 Jahren bin ich wieder hier – und dieses Mal mit einer konkreten Planung für meinen Altbau von 1975.
Ich möchte eine Luft-Wasser-WP mit meinem bestehenden Gaskessel kombinieren (Hybridlösung). Jetzt bin ich aber auf ein Problem gestoßen, das mich verunsichert: In mehreren Fachartikeln lese ich, dass die beiden Systeme gut koordiniert sein müssen, sonst schaltet die Gasheizung unnötig dazu und die Stromrechnung wird trotzdem teuer.
Meine Frage: Wie stelle ich sicher, dass die WP wirklich den primären Job übernimmt und die Gasheizung nur bei Spitzenlast hilft? Welche Schaltschwellen sind sinnvoll? Und was sind typische Fehler beim Umstieg vom reinen Gas aufs Hybrid-Modell bei älteren Häusern?
Auch interessiert mich: Lohnt sich Hybrid überhaupt für mein Baujahr, oder sollte ich direkt auf 100% WP gehen (mit entsprechenden Dämm-Maßnahmen)? Erfahrungen von anderen Altbau-Umsteigern würden helfen.
Danke für Input!
Moin MarkusH., guter Punkt. Bei Hybridsystemen ist die richtige Kaskadierung entscheidend – also wann die WP abgibt und wann Gas übernimmt. Typisch wird ein Schaltschwellenwert um –5 bis 0°C gesetzt, darunter springt das Gas an. Aber im Altbau ist das knifflig, weil die Vorlauftemperaturen oft höher ausfallen als geplant.
Wichtig: Der Heizungsbauer muss die Heizkurve so einstellen, dass die WP im Teillastbereich (also den Großteil der Heizzeit) wirtschaftlich läuft. Wenn die Gasheizung zu früh oder zu oft anspringt, fährst du die Effizienz gegen die Wand. Bei 1975er-Häusern würde ich vorab eine solide Wärmebedarfsberechnung machen – nicht nur überschlägig. Dann siehst du, ob 100% WP realistisch ist oder ob Hybrid wirklich die bessere Wahl ist.