Gute Frage, und klug, das im Sommer anzugehen – da hat man Ruhe zum Nachdenken.
Die meisten Luftwärmepumpen arbeiten bei der Abtausteuerung nach zwei Prinzipien, oft kombiniert: Entweder wird die Temperaturdifferenz zwischen Verdampferoberfläche und Außenluft ausgewertet, oder – bei höherwertigen Geräten – eine Druckdifferenz über den Verdampferblock gemessen. Wenn der Druck ansteigt (also die Luftdurchströmung nachlässt, weil Eis blockiert), löst die Abtauung aus. Günstigere Geräte arbeiten aber oft nur zeitbasiert, das ist erfahrungsgemäß das schwächste Verfahren.
Dass Ihr Installateur alles auf Werkseinstellung gelassen hat, ist leider sehr häufig. Gerade bei Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit (Nebel, Regen nahe 0°C) kann die Werkseinstellung völlig unzureichend sein. In solchen Lagen friert der Verdampfer aggressiver zu als z.B. bei trockenem Frost.
Zur JAZ-Frage: Ja, absolut richtig gedacht. Eine eingefrorene Anlage hat schlechteren Wärmeübergang, der Kompressor arbeitet gegen höheren Druck, der COP sinkt deutlich. Außerdem braucht der Abtauvorgang selbst Energie (meist Heißgasabtauung oder elektrisch). Das frisst JAZ-Punkte.
Welches Gerät haben Sie genau? Modell und Baujahr wären hilfreich, dann kann ich konkreter zu den Einstellparametern etwas sagen.