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Wärmepumpe im Sommer: Nachbarn beschweren sich über Lärm – was hilft wirklich?

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Werner69
Beiträge: 50
Themenstarter
(@werner69)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#83]

Hallo zusammen,

ich hatte eigentlich gedacht, das Thema Lärm bei meiner Luft-Wasser-Wärmepumpe hätte ich ganz gut im Griff – aber seit die Temperaturen im Juli so hoch sind, läuft die Anlage im Kühlbetrieb deutlich öfter und auch tagsüber auf höherer Drehzahl. Und prompt gab es gestern das erste Gespräch mit dem Nachbarn. Nicht aggressiv, aber er merkt es deutlich im Garten.

Meine Anlage steht ca. 3,5 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt, ich habe damals schon versucht, die Aufstellung so zu wählen, dass der Luftstrom nicht direkt Richtung Nachbargrundstück zeigt. Das hat im Heizbetrieb gut funktioniert, aber im Sommer scheint es schlimmer zu sein – vermutlich weil der Lüfter mehr leistet.

Ich habe schon über folgende Maßnahmen nachgedacht:
– Schallschutzwand (Betonelemente oder speziell gedämmte Platten)
– Gummipuffer unter dem Gerät nochmals prüfen / erneuern
– Betriebszeiten anpassen, soweit das bei Kühlung geht
– Software-seitig die maximale Drehzahl begrenzen (hat das schon jemand gemacht?)

Was habt ihr in der Praxis erlebt? Gibt es Maßnahmen, die wirklich messbar was bringen, oder ist das meist nur gefühlter Unterschied? Und wie geht ihr mit dem Thema Nachbarschaft um – eher technisch lösen oder erst mal das Gespräch suchen?

Freue mich über jeden Erfahrungsbericht!

Werner


7 Antworten
Lisa M.
Beiträge: 12
(@lisa_95)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi, ich bin zwar eher neu beim Thema und kenne mich mit technischem Schallschutz noch kaum aus – aber eine Frage hätte ich: Gibt es für nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Anlagen irgendwelche Förderungen? Z.B. über BAFA oder KfW? Würde mich interessieren ob man da was beantragen kann wenn man schon eine WP hat und nur die Schallschutzwand nachrüsten will.


Antwort
Stefan-Berger
Beiträge: 30
(@stefan-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Werner, interessantes Thema. Ich habe mich im Zuge meiner Neubauplanung auch mit Schallimmissionen beschäftigt und dazu etwas in diesem Thread zur TA Lärm mitgelesen.

Was mich bei deiner Situation interessiert: Hast du den tatsächlichen Schallpegel schon gemessen, oder geht es dem Nachbarn rein subjektiv auf die Nerven? Das ist nämlich ein wichtiger Unterschied. Wenn die TA-Lärm-Werte eingehalten werden, bist du rechtlich eigentlich auf der sicheren Seite – auch wenn der Nachbar es unangenehm findet.

Für den Neubau, den ich plane, achte ich von Anfang an auf Geräte mit möglichst niedrigem Schallleistungspegel, also unter 55 dB(A). Das ist inzwischen bei modernen invertergesteuerten Geräten durchaus realistisch. Vielleicht hilft euch das als Vergleichswert für eure aktuelle Situation.


Antwort
T.Breitmeyer
Beiträge: 7
(@t-breitmeyer)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Zum Thema Körperschall stimme ich Thomas zu – das wird oft komplett vergessen. Ich hab das bei Warmwasser-Wärmepumpen ähnlich erlebt: Die Schwingungen gehen teilweise mehr über das Fundament als über die Luft.

Was die Betriebszeiten angeht: Falls deine WP Smart-Grid-fähig ist oder du Zugriff auf die Zeitprogramme hast, könnte man die intensivsten Kühlphasen in die Mittagszeit legen wenn die Nachbarn eher nicht im Garten sitzen. Im Sommer morgens und abends ist man ja doch eher draußen. Ist natürlich kein vollständige Lösung aber kann die gefühlte Belastung für den Nachbarn reduzieren.


Antwort
Stefan_75
Beiträge: 41
(@stefan_75)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Moin Werner,

kenne das Problem aus meiner Recherchephase – habe mich im Rahmen meiner Altbauplanung damit beschäftigt, weil ich auch einen empfindlichen Nachbarn auf einer Seite habe. Hab dazu übrigens auch mal im Thread zu FBH-Regelung was dazu gelesen, weil der Nutzer da auch kurz Außenaufstellung erwähnt hat.

Was ich mir gemerkt habe: Der Abstrahlwinkel des Lüfters ist entscheidend. Manche Geräte haben seitliche Ausblasung, andere nach oben – letztere sind in der Regel deutlich leiser für die Nachbarschaft, weil der Schall nach oben abstrahllt. Falls du ein Gerät mit seitlicher Ausblasung hast, ist die Ausrichtung tatsächlich kritisch.

Mit einer Schallschutzwand aus dem Baumarkt hab ich wenig Vertrauen ehrlich gesagt, sowas muss man wirklich richtig planen oder es bringt fast nix.


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