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Modulationsverhalten bei unterschiedlichen Außentemperaturen einstellen

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TechnikPaul_78
Beiträge: 55
Themenstarter
(@technikpaul_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#62]

Hi zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Optimierung meiner Wärmepumpe für die kommende Heizperiode. Mir ist aufgefallen, dass das Modulationsverhalten meiner WP bei verschiedenen Außentemperaturen nicht optimal läuft.

Bei milden Temperaturen um 5-10°C moduliert sie zu wenig und taktet häufig, bei richtig kalten Temperaturen unter -5°C läuft sie zwar durch, aber die Modulation scheint zu träge zu reagieren. Im Übergangsbereich so um 0°C ist es am schlimmsten - da springt sie ständig an und aus.

Habt ihr Erfahrungen mit der Einstellung der Modulationsparameter abhängig von der Außentemperatur? Kann man das überhaupt so differenziert einstellen oder muss man einen Kompromiss für alle Temperaturbereiche finden?

Meine WP ist eine Luft/Wasser mit Inverter-Technik, die theoretisch zwischen 30-100% modulieren kann. Momentan nutze ich noch die Werkseinstellungen, aber das passt irgendwie nicht zu meinem Haus.

Wäre dankbar für eure Tipps und Erfahrungen!


3 Antworten
UweGabriel
Beiträge: 28
(@uwegabriel)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Bei meinem Altbau war das genauso! Die Standard-Modulation hat überhaupt nicht gepasst. Musste die Kurve komplett neu einstellen.

Tipp: Fang mit kleinen Schritten an und teste immer nur einen Temperaturbereich. Sonst verlierst du den Überblick was welche Änderung bewirkt hat.


Antwort
Werner-Kessler
Beiträge: 39
(@werner-kessler)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann dem T.Weber nur zustimmen. Hab bei meinem letzten Sanierungsprojekt ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Werkseinstellungen passen selten perfekt zum individuellen Gebäude.

Ein wichtiger Punkt noch: Schau dir mal die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf an. Wenn die bei verschiedenen Außentemperaturen stark schwankt, liegt das oft an ungünstigen Modulationseinstellungen. Bei gut eingestellter Modulation sollte die Spreizung relativ konstant bleiben.

Ich würde dir raten, erst mal ein paar Wochen die aktuellen Werte zu loggen, bevor du änderst. So siehst du genau, wann und warum die WP taktet.


Antwort
T.Weber
Beiträge: 39
(@t-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das Thema kenne ich gut aus meinen Projekten. Bei den meisten modernen Inverter-WP kann man tatsächlich temperaturabhängige Modulationskurven einstellen. Du solltest in der Steuerung nach Parametern wie "Modulation vs. Außentemperatur" oder ähnlichen Bezeichnungen suchen.

Grundsätzlich würde ich empfehlen: Bei höheren Außentemperaturen (>5°C) die minimale Modulation etwas höher setzen, damit sie nicht so oft taktet. Bei niedrigen Temperaturen (<-5°C) kannst du die Modulationsgeschwindigkeit erhöhen, damit sie schneller auf Laständerungen reagiert.

Der kritische Bereich um 0°C braucht oft eine eigene Einstellung - hier sollte die Hysterese etwas größer und die Modulation weniger aggressiv sein. Das verhindert das ständige An/Aus-Springen.

Welches Fabrikat hast du denn? Bei manchen Herstellern heißen die Parameter unterschiedlich.


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