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Dachbodendämmung erneuern - wann macht es Sinn für die Wärmepumpe?

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WernerPV_1951
Beiträge: 9
Themenstarter
(@wernerpv_1951)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#25]

Hallo zusammen,

wir haben seit zwei Jahren eine Viessmann Vitocal 200-S in unserem Einfamilienhaus von 1978 laufen. Die Anlage arbeitet soweit zufriedenstellend, aber ich frage mich, ob wir noch Potential bei der Gebäudehülle haben.

Der Dachboden ist aktuell mit etwa 12 cm Mineralwolle gedämmt, was damals wohl Standard war. Die Außenwände haben 8 cm Vollwärmeschutz, das wurde 2010 gemacht. Kellerdecke ist ungedämmt.

Jetzt im Sommer merke ich, dass es unterm Dach ziemlich heiß wird - über 30 Grad trotz Rollläden. Meine Frau möchte eigentlich eine Klimaanlage, aber ich denke, vielleicht sollten wir erst mal die Dämmung verbessern?

Hat jemand Erfahrung, welche Maßnahme bei so einem Baujahr den größten Effekt für die Wärmepumpe bringt? Dachboden auf 25-30 cm aufstocken oder doch lieber Kellerdecke dämmen? Budget ist leider begrenzt, deshalb können wir nicht alles auf einmal machen.

Vielen Dank für eure Einschätzungen!

Gruß Werner


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4 Antworten
S.Richter
Beiträge: 33
(@s-richter)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich seh das anders als H.Mueller. Bei der Hitze unterm Dach im Sommer würde ich definitiv erst das Dach machen. Wenn ihr sowieso über Klimaanlage nachdenkt, dann spart ihr euch die mit besserer Dachdämmung komplett.

Wir haben 2023 unser Dach von 14 auf 28 cm aufgestockt (auch 78er Haus) und der Unterschied ist krass. Im Winter weniger Heizkosten, im Sommer bleibt es kühl. Die WP läuft jetzt auch gleichmäßiger, weil die Temperaturspitzen oben wegfallen.

Kellerdecke ist auch wichtig, aber das könnt ihr auch im Herbst noch machen. Dach ist jetzt die richtige Zeit dafür.


Antwort
TechNik_96
Beiträge: 15
(@technik_96)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Was ist denn mit Wärmebrücken? Oft wird nur an die Flächen-Dämmung gedacht, aber gerade bei Altbauten sind die Details entscheidend. Rollladenkästen, Fensteranschlüsse, Balkonanbindungen - da geht meist mehr Energie verloren als man denkt.

Thermografie machen lassen würde ich empfehlen. Kostet nicht viel und zeigt genau, wo die Schwachstellen sind. Manchmal ist's gar nicht die Dämmstärke sondern undichte Stellen.

Bei der WRG-Planung neulich hatte ich ähnliche Überlegungen - erst messen, dann dämmen macht mehr Sinn als blindlings anzufangen.


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H.Mueller
Beiträge: 28
(@h-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Werner,

aus energetischer Sicht würde ich definitiv mit der Kellerdeckendämmung anfangen. Bei einem 78er Haus geht da meist richtig viel Wärme verloren, und der Effekt ist sofort spürbar. 10-12 cm Dämmplatten kosten nicht die Welt und bringen oft 15-20% Heizkosteneinsparung.

Die Dachbodendämmung ist auch wichtig, aber da habt ihr ja schon was. Von 12 auf 25 cm zu gehen ist gut, aber der Sprung ist nicht so dramatisch wie bei der Kellerdecke von null auf gedämmt. In meinem anderen Thread hatte ich ja schon mal über die Heizlastberechnung geschrieben - da zeigt sich oft, dass der Keller der größte Verlustfaktor ist.


Antwort
Marco91
Beiträge: 24
(@marco91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kellerdecke ist definitiv am effizientesten! Hab ich bei meinem 80er Haus auch zuerst gemacht - 120€/m² und sofort 20% weniger Verbrauch. Dach bringt auch was, aber kostet halt mehr.


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