Ich bin da skeptisch was die Eigenberechnung angeht – nicht weil du das nicht kannst Markus, sondern weil die Eingangsgrößen oft unsicherer sind als man denkt.
Dein Gasverbrauch von 18.000 kWh: Wie viele Personen, wie warm habt ihr geheizt, Warmwasseranteil rausgerechnet? Das sind schon 3 Variablen mit jeweils ±20% Unsicherheit. Wenn du dann noch die WP-Leistungskurve aus dem Datenblatt nimmst (Laborbedingungen!) und die Heizlastkurve nach vereinfachter Methode zeichnest, kann der Bivalenzpunkt locker 3-4 Kelvin daneben liegen.
Ich messe bei meiner PV-WP-Kombination alles selbst nach – Stromzähler, Temperaturfühler, Logfiles. Erst dann vertraue ich Zahlen. Mein Rat: Wenn du den Bivalenzpunkt wirklich für eine Kaufentscheidung oder Systemauslegung nutzen willst, lass eine echte Heizlastberechnung machen. Für ein erstes Gefühl: Bei 18.000 kWh Gasverbrauch, Bj. 1988, keine FBH und 65-70°C VL wirst du vermutlich bei -2 bis +4°C landen – also Gas macht noch sehr viel mit.