Hallo zusammen,
wir haben eine Luftwärmepumpe mit Kombispeicher (800L, ca. 3 Jahre alt) und ich beschäftige mich derzeit mit der Optimierung unserer Stromkosten im Jahresverlauf. Im Sommer war das Warmwasser kaum ein Thema, da die Sonne viel getan hat. Jetzt im Herbst merke ich aber, dass die WP wieder öfter das gesamte Speichervolumen nutzen muss – sowohl für Heizung als auch Warmwasser.
Meine Frage: Bei längeren Betriebspausen der Wärmepumpe (z.B. an sonnigen Tagen, wenn die PV ausreicht) – wie stelle ich sicher, dass die Trinkwasserseite des Kombinats nicht zur Legionellenfalle wird? Gibt es da Regeln zur Mindesttemperatur oder Zirkulationshäufigkeit, die ich beachten sollte? Und wie wirkt sich das auf die Jahresarbeitszahl aus, wenn ich regelmäßig hochfahren muss nur der Hygiene wegen?
Wie handhabt ihr das bei euren Anlagen? Bin dankbar für praktische Erfahrungen.
Klaus, sehr berechtigte Frage. Das ist tatsächlich ein kniffliger Punkt bei Kombispeichern im Bestandsbetrieb. Du brauchst mindestens 60°C in der Trinkwasserzone – das ist nicht nur Hygiene, sondern auch Vorschrift (DIN 1988). Bei längeren Stillständen empfehle ich eine thermische Desinfektion (ca. 70°C für 1 Stunde) mindestens 1x pro Woche. Das kostet zwar Energie, aber die Alternative – Legionellen – ist deutlich teurer. Viele moderne Speicherregler haben dafür eine automatische Funktion. Welcher Regler sitzt bei dir drauf? Mit richtig eingestellter Vorlauftemperatur (nicht zu aggressiv absenken!) und einer guten Zirkulationspumpe mit Timer lässt sich das ohne massive JAZ-Einbußen hinbekommen. Gib mir noch mehr Infos zur Anlage, dann können wir schauen, wie du das mit deinem PV-Eigenverbrauch koordinierst.