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Pufferspeicher richtig einbinden – welcher Sensor steuert was?

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M.Bachmann
Beiträge: 40
Themenstarter
(@m-bachmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#115]

Hallo zusammen,

ich habe seit letztem Herbst eine Luft-Wärmepumpe (Mitsubishi, 8kW) mit einem 200-Liter-Pufferspeicher. Die Anlage läuft soweit, aber ich bin mir nicht sicher ob der Pufferspeicher wirklich korrekt in die Regelung eingebunden ist. Konkret geht es mir darum: Momentan steuert die WP-Regelung über den oberen Fühler am Pufferspeicher. Aber ich habe gelesen, dass es auch Sinn machen kann den unteren Fühler als Startkriterium zu nehmen, also wenn der untere Bereich auskühlt startet die Pumpe neu. Macht das einen Unterschied in der Praxis?

Außerdem bin ich unsicher was die Hysterese angeht. Aktuell sind 5K eingestellt (also z.B. Abschaltung bei 45°C, Wiederanlauf bei 40°C). Ist das für Sommer/Übergangszeit sinnvoll oder eher zu eng?

Und noch eine Frage zur Hydraulik: Muss der Pufferspeicher zwingend hydraulisch getrennt sein (also mit Weiche) oder reicht auch eine direkte Einbindung wenn die Volumenströme passen? Mein Heizungsbauer meint das sei alles ok so wie es ist, aber ich habe jetzt Sommerzeit und ein bisschen mehr Muße mich damit zu beschäftigen bevor der Winter kommt. Wäre toll wenn jemand mit Erfahrung da etwas Licht reinbringen könnte.


4 Antworten
H.Mueller
Beiträge: 51
(@h-mueller)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Die Frage nach hydraulischer Weiche vs. direkte Einbindung ist nicht pauschal zu beantworten. Ich habe mich bei meiner eigenen Anlage von fünf verschiedenen Installateuren beraten lassen – die Meinungen gingen weit auseinander. Am Ende kommt es auf die konkrete Anlagenhydraulik an, nicht auf Faustregeln. Ich würde empfehlen dem Heizungsbauer konkret zu sagen: "Zeig mir die Berechnung zum Mindestvolumenstrom." Wenn er das nicht liefern kann, ist Vorsicht angebracht.


Antwort
Thomas K.
Beiträge: 15
(@thomask30)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab mich letzten Sommer auch mit dem Thema rumgeschlagen, genauer gesagt im Zusammenhang mit Kühlbetrieb – da wird die Sensorlogik nochmal interessanter weil sich ja die Richtung umkehrt. Hab dazu hier mal was geschrieben.

Zum konkreten Fall: 5K Hysterese ist eigentlich nicht dramatisch wenig, aber wenn die WP trotzdem zu oft anläuft, dann stimmt vielleicht was mit der Dimensionierung oder der Hydraulik nicht. Ein Puffer der ordentlich eingebunden ist und 200 Liter hat sollte eine Modulation von mindestens 20-30 Minuten pro Zyklus ermöglichen.

Mach mal ne Aufzeichnung (wenn deine Steuerung das kann) wie oft die WP pro Stunde startet. Wenn es mehr als 2-3x ist, liegts nicht nur an der Hysterese.


Antwort
Sarah K.
Beiträge: 26
(@sarah9686)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hi, ich hab mich bei der Planung unserer Anlage auch intensiv mit der Frage beschäftigt, welcher Fühler wann zieht – da ging es zwar ums PV-Thema, aber die Grundlogik ist dieselbe.

Zur Frage oberer vs. unterer Fühler: Das hängt wirklich davon ab wie du den Speicher nutzt. Wenn du nur Heizung hast (kein WW über den Puffer), ist der untere Fühler als Start-Signal oft cleverer, weil der Speicher dann wirklich erst "aufgebraucht" ist bevor die WP anläuft. Startet die WP schon wenn oben noch warm ist, taktet sie möglicherweise mehr als nötig. Das ist im Sommer wenn du sowieso kaum heizt besonders blöd.

Die 5K Hysterese würde ich auf 7-8K erhöhen wenn die WP zum Takten neigt. Lieber seltener anlaufen und dafür länger laufen, das ist für den Kompressor besser.

Ob hydraulische Weiche oder direkte Einbindung – da gibt es wirklich unterschiedliche Meinungen. Wenn die Volumenströme passen und du keine Mehrkreisanlage hast, kann direkte Einbindung funktionieren. Aber lass dir die Berechnung vom Heizungsbauer zeigen, nicht einfach "passt schon" hinnehmen.


Antwort
Tobias K.
Beiträge: 15
(@erdwaermepro42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Zur hydraulischen Trennung kann ich was sagen. Ich arbeite in dem Bereich und das wird leider oft falschgemacht.

Eine Weiche (oder hydraulische Trennung über den Speicher selbst, also Vier-Anschluss-Schema) ist immer dann notwendig wenn der Mindestvolumenstrom der WP nicht vom Heizkreis alleine garantiert werden kann – z.B. bei Thermostatventilen die schließen können, Mehrkreissystemen mit unterschiedlichen Pumpen, oder wenn der interne WP-Kreislauf einen festgelegten Mindestdurchfluss braucht.

Bei einfachen Einkr eis-Anlagen mit Fußbodenheizung ohne Einzelraumregelung kann direkte Einbindung tatsächlich funktionieren. Aber dein Heizungsbauer sollte das nachgewiesen haben, nicht nur geschätzt.

Zum Sensor-Thema: Viele Regler (je nach Hersteller) nutzen den unteren Fühler als Anforderungssignal ("Speicher kalt genug?") und den oberen als Abschaltsignal ("Speicher voll?"). Das ist eigentlich die sauberste Methode. Nur der obere Fühler als Hysterese ist etwas grober, funktioniert aber auch.

Sommerzeit ist übrigens ideal um sowas anzupassen – du merkst schneller obs tackert wenn die WP ohnehin kaum Last hat.


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