Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, meine alte Gasheizung mit einer Wärmepumpe zu kombinieren – Hybrid also. Meine große Frage: Ab welcher Außentemperatur sollte ich die WP übernehmen lassen und den Gas-Brenner abschalten, um wirklich Geld zu sparen?
Ich arbeite Vollzeit und hab nicht die Zeit, täglich rumzuspielen, aber verstehen möchte ich's schon. Im Sommer wie jetzt ist ja die Frage nach Warmwasser aktuell. Mein Heizungsbauer hat mir eine Schalttemperatur von etwa 15°C vorgeschlagen, aber ob das wirklich wirtschaftlich ist bei meinen Strompreisen – keine Ahnung.
Wie berechnet ihr das praktisch? Einfach Strompreis vs. Gaspreis durchrechnen? Und spielt die JAZ eine Rolle bei der Entscheidung, wann welche Anlage läuft? Hat jemand da echte Erfahrungswerte mit einer ähnlichen Konstellation?
Danke vorab!
Die klassische Antwort ist: Vergleich der Betriebskosten pro kWh Wärmeleistung. Aber ehrlich gesagt ist das im Alltag komplizierter als gedacht. Bei mir läuft die Berechnung folgendermaßen: Wenn der COP der WP noch über 3,5 liegt UND der Strompreis unter dem Break-Even mit Gas fällt, dann Gas aus. Das funktioniert bei mir ab etwa 12-13°C Außentemperatur zuverlässig.
Wichtig ist: Die Steuerung sollte nicht täglich hin- und herschalten. Ich hab einen festen Schwellenwert plus eine kleine Hysterese (etwa 3-4°C) eingestellt. Im Sommer wie jetzt brauchst du die Gasheizung eh kaum – nur fürs Warmwasser eventuell. Hast du einen Pufferspeicher oder lädt die WP direkt?
Schau dir auch mal Erste Heizperiode mit LW-Wärmepumpe an – da gibts konkrete Ansätze zur Kostenrechnung.