Moin zusammen,
habe seit 3 Jahren eine Viessmann Vitocal 200-S (8 kW) in einem 140qm EFH aus 1985 (gedämmt). Die Anlage läuft direkt ohne Puffer, nur mit einem 200L Warmwasserspeicher.
Mir fällt auf, dass die WP gerade in der Übergangszeit sehr oft taktet - teilweise alle 15-20 Minuten an/aus. Im Winter läuft sie stabiler durch, aber jetzt im Sommer beim Warmwasser merke ich es besonders. Meine Frau beschwert sich über die Geräusche, obwohl die Anlage eigentlich die beworbenen 35dB(A) einhalten sollte - in der Praxis sind es gefühlt mehr.
Nun überlege ich, ob ein 300-500L Pufferspeicher Sinn macht. Die Hydraulik müsste ich eh mal überarbeiten, da der Installateur damals einiges suboptimal gemacht hat. Meine Frage: Bringt ein nachgerüsteter Puffer wirklich spürbar weniger Takte? Oder ist das bei einer bestehenden Anlage eher rausgeworfenes Geld?
Würde das Projekt gerne in den nächsten Wochen angehen, solange noch keine Heizperiode ist. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß
Thomas
Moin Thomas,
das Taktproblem kenne ich nur zu gut. Bei mir (ähnliches Baujahr, aber schlechter gedämmt) war es genauso - alle paar Minuten an/aus, besonders beim Warmwasser. Hab dann auch über einen Puffer nachgedacht.
Ehrlich gesagt: Ja, der Puffer hilft schon gegen das Takten. Bei mir waren es nach der Nachrüstung deutlich längere Laufzeiten. ABER - und das sagt dir keiner vorher - der Stromverbrauch ist trotzdem nicht wirklich besser geworden. Die WP läuft zwar ruhiger, aber am Ende verbraucht sie fast genauso viel wie vorher.
Das Geräuschproblem wird dadurch auch nur bedingt besser. Klar, weniger Starts bedeutet weniger Anlaufgeräusche, aber wenn sie läuft, ist sie trotzdem hörbar. Die 35dB(A) sind halt Laborwerte - in der Realität sinds immer mehr, besonders wenn das Ding nachts angeht.
Wenn die Hydraulik eh überarbeitet werden muss, macht ein Puffer schon Sinn. Allein für den Verschleiß der Komponenten. Aber erwarte nicht zu viel - das Grundproblem "8kW WP in Altbau" bleibt bestehen.
Gruß
Klaus