Die JAZ im Mehrfamilienhaus ist oft niedriger als im Neubau, das stimmt – und mit Gas wird's noch knapper. Hast du schon überlegt, ob du nicht einfach komplett ohne Gas gehst? Je nach Sanierungsgrad könnten auch höhere Vorlauftemps mit ner guten WP funktionieren.
Karl-Heinz, aus der Ingenieur-Perspektive: Das Kritische ist, dass du die JAZ-Berechnung RICHTIG machen musst. Mit Gas-Redundanz wird dein System wahrscheinlich als "Hybrid mit WP-Anteil" bewertet. Die KfW 261/262 kriegt dann 25-35% Zuschuss (je nach Effizienzklasse). BAFA hat 70% Basis – aber nur wenn die WP alleine 90%+ des Jahreswärmebedarfs deckt. Bei Mehrfamilienhaus mit 1972er Dämmung? Eher unrealistisch mit Gas-Backup. Mein Rat: Erstmal ne professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 machen, dann habt ihr Klarheit, ob Gas überhaupt nötig ist.
Na ja, hier wird's interessant, weil du ja auch eine konkrete Redundanz baust und nicht nur theoretisch hybrid fährst. Meine Erfahrung mit den realen Effizienzen im Bestand zeigt: Wenn die Gasheizung regelmäßig läuft (und bei so ner alten Liegenschaft ist das sehr wahrscheinlich, besonders in der Übergangszeit), dann sinkt die JAZ-Bilanz. Die BAFA verlangt aktuell eine Mindest-JAZ von 4,0 – ob dein System die mit Gas-Redundanz erfüllt, ist die erste echte Frage. Das würde ich vor Antrag klären lassen!