Hallo zusammen,
ich bin gerade in der Planungsphase für meine Wärmepumpe und stehe vor der Entscheidung zwischen Tiefenbohrung und Erdkollektor. Mein Reihenhaus aus den 70ern hat eine Grundfläche von ca. 120 m², und ich hab im Garten noch etwas Platz – nicht riesig, aber was ist da realistisch?
Meine Heizlast liegt bei ca. 15 kW (alte Heizkörper sind noch original), und die meisten Installateure sagen mir, die Bohrung wäre sicherer. Aber die Kosten sind halt heftig – zwischen 4.000 und 6.000 Euro plus Genehmigung und Wartezeit. Ein Erdkollektor würde deutlich weniger kosten, aber ich finde online kaum realistische Infos, ob das auch im Altbau wirklich funktioniert.
Wie würdet ihr das sehen? Hat jemand Erfahrung mit Erdkollektoren in ähnlichen Häusern gemacht? Und wie transparent sind die Installateure bei den Kostenkalkkulationen – worauf sollte ich achten, damit ich nicht am Ende überraschungen habe?
Danke schonmal!
Hallo Tobias,
da kann ich dir aus meiner Recherche was Solides sagen. Für ein Reihenhaus mit 15 kW brauchst du bei einem Erdkollektor ungefähr 200–250 m² Fläche – je nach Bodenbeschaffenheit und Grundwasserstand. Das ist für viele Reihenhaus-Gärten einfach nicht drin, ohne dass die Nachbarn was dagegen haben.
Bei mir war es damals ähnlich. Ich habe mich deshalb für die Tiefenbohrung entschieden – ja, kostspielig, aber sicherer für die langfristige Leistung. Eine Sache, auf die du achten solltest: Lass vor der Planung eine Erkundungsbohrung machen. Die kostet 300–500 Euro, spart dir aber später böse Überraschungen bei der Genehmigung. Manche Böden sind schwierig, und da wissen die Behörden das vorher auch schon.
Zu den Kosten: Transparenz ist wichtig. Fordere ein detailliertes Angebot ein – Bohrung, Installationsmaterial, Hydraulik, alles einzeln. Dann kannst du vergleichen, wo wirklich unterschieden wird.
Grüße,
Helmut