Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit gut einem Jahr mit meiner Wärmepumpe dabei und habe letzte Woche endlich die Jahresabrechnung vom Stromanbieter bekommen. Ich muss sagen, ich bin etwas zwiegespalten.
Wir haben ein Einfamilienhaus, Baujahr 1987, etwa 160 Quadratmeter Wohnfläche. Fußbodenheizung haben wir nachträglich einbauen lassen, zumindest im Erdgeschoss. Im Obergeschoss noch alte Heizkörper. Die Wärmepumpe ist eine Luft-Wasser-Anlage, 9 kW.
Jetzt zu meiner Frage: Laut Abrechnung haben wir im vergangenen Heizjahr knapp 4.800 kWh nur für die Wärmepumpe verbraucht. Der Installateur hatte mir bei der Planung von etwa 4.000 kWh gesprochen, also liege ich deutlich drüber. Warmwasser ist dabei mitgezählt, das muss ich dazusagen.
Bei uns waren es zwei Erwachsene und zeitweise unsere Tochter mit ihrem Mann zu Besuch, also nicht immer gleich viele Personen.
Mein Stromtarif für die Wärmepumpe liegt bei 28,4 Cent pro kWh. Macht also grob 1.360 Euro für Heizung und Warmwasser zusammen. Vorher hatten wir Gas und da war ich zuletzt bei fast 2.000 Euro im Jahr.
Ist das realistisch bei euch? Ich frage mich ob ich da noch was rausholen kann oder ob das schon ganz ordentlich ist. Im Sommer läuft die WP ja kaum, da merkt man es kaum – passt irgendwie gerade in diese Hitze, wo man sowieso froh ist wenn die Anlage Pause hat.
Hallo Werner,
die Zahlen klingen für mich erstmal nicht dramatisch. 4.800 kWh inkl. Warmwasser bei 160qm Altbau mit gemischtem Heizsystem – das ist durchaus im Rahmen, auch wenn dein Installateur etwas optimistischer war. Solche Schätzungen gehen halt vom Idealfall aus, und der Idealfall ist selten.
Ich hab mich mit dem Thema auch intensiver beschäftigt, als ich noch in der Planungsphase war. Damals hab ich gemerkt, dass die Standortbedingungen und die tatsächliche Heizlast enorm auseinanderdriften können – das hab ich damals auch schon im Thread über Standortunterschiede bei gleicher WP diskutiert.
Das Obergeschoss mit alten Heizkörpern ist wahrscheinlich dein größter Bremsklotz. Die brauchen höhere Vorlauftemperaturen, das kostet Effizienz. Wenn du da irgendwann nachrüstest oder zumindest die Vorlauftemperatur separat absenkst, könntest du nochmal 10-15% rausholen, schätze ich.
Unterm Strich: Fast 640 Euro gespart gegenüber Gas, und das im ersten Jahr wo noch nicht alles optimal eingestellt ist – ich würde sagen, das ist ein guter Start.