Hallo zusammen,
ich plane eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit PV-Anlage und frage mich, ob die ganzen Smart-Home-Apps wirklich sinnvoll sind. Klar, im Winter will ich die WP optimal nutzen – aber im Sommer? Jetzt im August läuft die WP bei mir ja kaum, nur für Warmwasser. Da frage ich mich: Bringt die App-Steuerung in den Sommermonaten überhaupt was? Oder zahle ich nur extra für Technik, die ich nicht brauche?
Mich interessiert konkret: Wie viel kann man durch intelligente Steuerung tatsächlich sparen, wenn man eine PV-Anlage hat? Lohnt sich das Investment in eine gute Smart-Home-Integration schon beim Einbau, oder sollte ich das erst mal minimal halten und später upgraden?
Freue mich auf ehrliche Erfahrungen – nicht die Herstellerversprechen, sondern was ihr im Alltag wirklich beobachtet habt.
Danke!
Die Apps sind nicht das Problem – die realen Betriebsbedingungen sind es. Im Sommer brauchst du die Wärmepumpe kaum, das hast du völlig richtig erkannt. Aber gerade da zeigt sich, ob deine Steuerung überhaupt sinnvoll funktioniert: Kann die App wirklich erkennen, wann deine PV gerade Überschuss hat? Oder sendet sie dir nur Highglanzzahlen?
Bei mir war es am Anfang frustrierend. Die Hersteller-App meinte, ich spare 15–20 % – real waren es im Sommer unter 5 %. Das lag daran, dass die Warmwasserbereitung nicht richtig priorisiert wurde und die App keine echten Verbrauchsdaten lieferte, sondern nur theoretische Werte. Hab das auch schon beim JAZ-Thema durchgekaut – überall das gleiche: Prospekte vs. Realität.
Mein Tipp: Lass dich nicht auf die Werbe-Apps ab. Investiere stattdessen in eine offene Lösung (MQTT, Home Assistant o.ä.), mit der du selbst sehen kannst, was die WP wirklich verbraucht. Das kostet anfangs etwas Zeit, spart dir aber später die teuren Überraschungen.