Hallo zusammen,
ich bin noch relativ neu hier im Forum und plane derzeit die Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Dabei beschäftige ich mich intensiv mit der Optimierung der JAZ und habe eine konkrete Frage zur Vorlauftemperatur.
Mein Installateur hat mir vorgeschlagen, die Vorlauftemperatur jetzt im Oktober schrittweise von aktuell 50°C auf 40°C zu senken, um die Effizienz zu verbessern. Gleichzeitig möchte ich aber keine Komforteinbußen haben – mein Plan ist, später eine Fußbodenheizung einzubauen.
Meine Fragen:
1. Wie sehr wirkt sich eine Absenkung um 10°C tatsächlich auf die JAZ aus? Gibt es da konkrete Messwerte oder Erfahrungen?
2. Kann ich das auch intelligent über Smart-Home-Anbindung steuern, sodass die Temperatur je nach Außentemperatur automatisch angepasst wird?
3. Wie erkenne ich, ob die Raumtemperatur wirklich ausreicht oder ob ich unbewusst friere?
Freue mich auf eure Tipps – möchte das System von Anfang an optimal einstellen!
Viele Grüße
Leon
Leon, gute Frage! Bei mir im Umbau-Projekt mit Wasser-Wasser-WP und Fußbodenheizung hab ich ähnliche Überlegungen angestellt. Die Regel ist einfach: Je 1°C Senkung der Vorlauftemperatur sparst du ca. 2-3% Stromverbrauch. Das ist messbar!
Im Oktober ist jetzt aber eine kritische Phase – die Außentemperaturen schwanken noch viel. Meine Erfahrung: Starten mit 45-48°C und dann die Heizkurve so flach wie möglich kalibrieren. Mit Fußbodenheizung später wird dir 40°C völlig ausreichen.
Zur Smart-Home-Frage: Ja, moderne WPs lassen sich da sehr gut steuern. Schau dir mal an, ob deine WP SG-Ready hat – dann kannst du das mit PV-Überschüssen kombinieren. Allerdings würde ich das nicht zu automatisch machen, sondern erst die richtige Grundkurve finden.
Faustformel für den Komfort: Wenn du konstant 21-22°C Raumtemperatur hast, passt's. Einfach Thermometer in verschiedenen Räumen checken!