Moin zusammen, ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie sich Nachtabsenkung auf die tatsächliche Jahresarbeitszahl auswirkt – und ob man das mit den üblichen Messmethoden überhaupt sauber erfassen kann.
Hintergrund: Bei meinen Kundenanlagen beobachte ich im Sommer oft, dass die WP nachts auf niedrigere Vorlauftemperaturen abgesenkt wird. Klingt erst mal sinnvoll, aber ich frag mich: Wenn die Anlage dann morgens wieder hochfahren muss, um die Pufferspeicher-Temperatur auszugleichen, verschluckt das nicht wieder einen Teil der Ersparnis?
Ich nutze derzeit drei verschiedene Analysewerkzeuge zur Heizlastberechnung und Verbrauchserfassung, aber keines gibt mir wirklich Klarheit über den Net-Effekt einer Nachtabsenkung auf die JAZ über einen längeren Zeitraum. Hat jemand von euch konkrete Messdaten oder Erfahrungen damit gemacht, wie man das objektiv beurteilt? Welche Parameter sind entscheidend – nur der COP der einzelnen Laufphasen oder muss ich auch die Regelverluste miteinrechnen?
Wäre dankbar für praktische Tipps, auch wenn es nur Erfahrungswerte sind.
Hi Thomas, gute Frage – ich beschäftige mich damit seit ich meine WP am Laufen habe. Bei mir (Neubau, FBH) habe ich die Nachtabsenkung eigentlich komplett deaktiviert, weil meine Regelung mir zeigt, dass die Anlage morgens deutlich häufiger mit höherer Last lädt. Der Pufferspeicher ist ja relativ träge, und nachts ist der Wärmebedarf sowieso minimal. Mein Gefühl: mehr Harm als Nutzen. Aber deine Messmethoden-Perspektive interessiert mich – wie wertest du denn die Verbrauchsdaten konkret aus? Vielleicht sollte man einfach mal über einen ganzen Monat mit und ohne Absenkung vergleichen und die kWh tracken?