Hallo zusammen,
ich plane für 2026 eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit PV-Anlage, und da interessiert mich wirklich die praktische Seite: Wie viel Speicherkapazität braucht man, damit die WP den selbst erzeugten Strom tatsächlich sinnvoll nutzt?
Im Juli und August läuft meine WP ja vor allem zur Warmwasserbereitung und evtl. Kühlung. Die meisten Herstellerangaben zur PV+WP-Kombination wirken mir zu optimistisch – ich suche nach echten Langzeiterfahrungen statt Prospektversprechen.
Meine Fragen:
- Welche Speichergröße habt ihr für eine durchschnittliche EFH gewählt und wie passt das zur WP-Leistung?
- Bringt ein 8–10 kWh Speicher im Sommer wirklich die erwartete Autarkie, oder reicht oft schon weniger?
- Wie müsst ihr die Wärmepumpe einstellen (Laderegelungen, Freigabezeiten), damit der PV-Strom wirklich genutzt wird und nicht einfach ins Netz geht?
- Hat jemand Messdaten, wie oft der Speicher im Sommerhalbjahr wirklich leer wird?
Ich möchte nicht wieder auf Herstellerversprechen reinfallen. Wer hat hier konkrete Zahlen aus dem echten Betrieb?
Das ist eine interessante Frage, und ich sehe hier öfter, dass Planer zu groß dimensionieren. Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Systemen: Der tatsächliche Nutzen hängt stark davon ab, ob die WP moduliert und nicht einfach Vollast fährt. Bei älteren Anlagen sieht's düster aus – da lädt der Speicher zwar, aber die WP schaltet ab, wenn der Speicher voll ist. Das ist Verschwendung. Hast du vor, einen Inverter-Verdichter zu nehmen? Das wäre meine erste Bedingung.
Moment – ich bin skeptisch bei den Faustregel-Empfehlungen. Ich habe zu oft gesehen, dass Installateure großzügig überkalkulieren, um höhere Rechnungen zu rechtfertigen. Für Warmwasserbereitung im Sommer genügen oft 5–7 kWh völlig. Das Wichtigere: Die Schnittstelle zwischen WP-Regelung und Speicher-Management muss fehlerfrei sein, sonst lädt der Speicher zwar, aber die WP nutzt den Strom nicht intelligent. Hast du bereits Angebote, die das konkret regeln?
Nach meiner Rückkehr ins Forum beschäftige ich mich auch damit. Meine Überlegung: Fußbodenheizung braucht im Sommer kaum noch Wärme, also konzentriert sich alles auf Warmwasser und Kühlung. Für diese Lastspitzen würde ich eher 10–12 kWh empfehlen, sonst wird die WP zu oft zum Nachladen aus dem Netz gezwungen.
Spreche mich da aus: Speicher-Upselling ist ein großes Geschäft. RCD Typ B, Wechselrichter-Größe, Speicherkapazität – alles wird großzügig hochgerechnet, damit der Gesamtpreis stimmt. Meine ehrliche Meinung: Fang mit 6–8 kWh an. Wenn das im realen Betrieb nicht reicht, erweiterbar? Prüf das vorher.