Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Verbrauchsdaten aus dem letzten Jahr systematisch auszuwerten, und mir ist aufgefallen, dass meine Luft-Wasser-WP im August deutlich effizienter läuft als im Winter. Das ist normal, aber jetzt stellt sich mir eine grundsätzliche Frage für die Zukunft:
Mein Heizlastberechner zeigt, dass ich eigentlich nur eine 8kW-Anlage bräuchte, ich fahre aber mit 12kW. Der Gedanke dahinter war damals, Pufferspeicher-Zyklen zu reduzieren und gleichmäßiger zu laufen. Aber jetzt frage ich mich: Wäre es nicht sinnvoller, erst die Gebäudedämmung anzufassen (Dachboden, einzelne Wand) und dann eine kleinere WP nachzukaufen?
Die Kosten für beide Varianten liegen ähnlich im Bereich von 15–20k Euro. Wer von euch hat das durchdacht und kann mir sagen, welcher Weg wirtschaftlicher ist? Ich bin besonders interessiert an echten Verbrauchswerten vor und nach Dämmungsmaßnahmen – nicht an Hochglanzprospekten.
Freue mich über eure Erfahrungen!
Moment – hast du deine JAZ-Werte wirklich verlässlich aus deinen Rohdaten berechnet? Ich frage, weil viele Hersteller bei der 12kW-Variante weniger häufige Abtauzyklen versprechen, was ich in der Praxis oft nicht so sehe. Eine kleinere Anlage mit besserer Dämmung könnte tatsächlich einen besseren COP haben, aber nur wenn die Fußbodenheizung oder deine Heizkörper das auch hermachen. Was für einen Wärmeabgabesystem hast du denn?
Für die Fehlerdiagnose später hilft dir eine kleinere Anlage mit besserer Isolationswirkung deutlich – weniger Variabilität in den Messdaten, leichter Optimierungspotenziale zu erkennen. Meine Empfehlung: Dachboden und eine Fensterseite dämmen, dann neue Heizlastberechnung, dann 9–10kW WP. Das ist aus Optimierungsperspektive die klügere Lösung.