Hallo zusammen,
bin gerade dabei, die Außenanlage für unsere neue Wasser/Wasser-Wärmepumpe zu planen. Die Brunnen stehen schon, jetzt geht es an die Verrohrung vom Förderbrunnen zur WP im Keller (ca. 25m Entfernung).
Mein Heizungsbauer meint, die Zuleitungen müssen mindestens 80cm tief liegen wegen Frost. Ich dachte aber, bei W/W-WP ist das Wasser ja immer in Bewegung und hat konstant 8-10°C? Kann da überhaupt was einfrieren?
Die Rohre sollen in 2m Tiefe verlegt werden (wegen anderen Leitungen), aber welche Dämmung brauche ich da noch? PE-Schaum 20mm reicht doch oder? Oder kann ich mir das bei der Tiefe komplett sparen?
Hat jemand Erfahrung mit Frostschäden bei W/W-Anlagen? Will nicht sparen und dann im Winter Probleme bekommen. Andererseits soll's auch nicht überdimensioniert werden.
Grüße
Werner
Hi Werner,
grundsätzlich hast du recht - bei laufender WP ist das Grundwasser ständig in Bewegung und gefriert nicht. Aber: Was ist, wenn die Anlage mal steht? Stromausfall, Wartung, Defekt?
In 2m Tiefe ist die Frostgefahr schon deutlich geringer als oberflächennah. Trotzdem würde ich nicht komplett auf Dämmung verzichten. Wie ich schon mal in einem anderen Thread erwähnt hatte, sind die Temperaturen im Erdreich relativ stabil.
PE-Schaum 20mm ist bei 2m Tiefe eigentlich ausreichend. Wichtiger ist, dass die Rohre kontinuierlich Gefälle haben, damit sich kein Wasser sammeln kann. Bei längeren Stillständen solltest du eh entleeren können.
Mein Tipp: Nimm die 20mm Dämmung, dann bist du auf der sicheren Seite ohne zu übertreiben.
Sehe ich etwas anders als Tobias. Bei 2m Tiefe würde ich mir die Dämmung sparen, zumindest die teure. Da herrschen ganzjährig 8-12°C, da passiert nix.
Viel wichtiger ist meiner Erfahrung nach das richtige Gefälle und dass keine Luft in die Leitungen kommt. Hab schon öfter erlebt, dass Anlagen wegen Luftblasen Probleme machen, aber Frost bei der Tiefe? Nie gesehen.
Wenn du beruhigt schlafen willst, nimm einfache Schaumstoffrohre für 2-3€/m. Reicht völlig.