Moin zusammen,
bevor ich mich zu früh auf irgendwelche Speicher-Versprechungen einlasse – ich möchte die Realität sehen. Ich habe eine 9,8-kWp-PV-Anlage und plane jetzt eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser. Überall lese ich, dass ein Batteriespeicher "optimal" sein soll für die Kombination.
Aber: Im August (wo ich diese Zeilen schreibe) läuft die PV tagsüber im Überfluss. Im Winter brauche ich aber gerade dann Wärme, wenn die Sonne nicht scheint – da hilft mir ein Speicher wenig weiter, oder? Und die Ladezyklus-Kosten für einen 10-15-kWh-Speicher... da müsste mir jemand genau vorrechnen, wann der sich amortisiert.
Meine konkrete Frage: Ist ein Batteriespeicher für diese Konstellation wirklich notwendig, oder kann ich mit intelligenter WP-Steuerung (SG-Ready?) und Warmwasser-Pufferspeicher schon das meiste rausholen? Habt ihr echte Messdaten dazu?
Ich bin skeptisch gegenüber den üblichen "Win-Win"-Narrativen – wenn jemand hier ehrliche Erfahrungen hat, gerne her damit.
Genau deine Skepsis ist berechtigt. Im Winter ist ein Batteriespeicher bei der WP tatsächlich fast sinnlos – die Sonne scheint halt wenig, und nachts brauchst du Wärme. Ein thermischer Pufferspeicher (80–200 l für Warmwasser und Heizung) bringt dir im Sommer deutlich mehr: Tagsüber speichert er WP-Wärme, nachts und morgens nutzt du sie ab. Kostet ein Bruchteil einer Batterie und die Effizienz ist besser.
Für deine 9,8 kWp könnte das so aussehen: SG-Ready-Modus nutzen, damit die WP tagsüber bei PV-Ertrag hochfährt, dann thermisch puffern. Im Winter die WP regulär laufen lassen – eine gute Kombination ohne Batterie. Mich würde interessieren: Wie ist dein Warmwasserbedarf im Sommer im Vergleich zum Winter?