Bei uns (Wolf CHA-10) läuft das seit 3 Jahren sehr gut. Der Trick ist eine geschickte Kombination aus SG-Ready und zusätzlicher Raumthermostat-Steuerung.
Wir nutzen Modus 3 ab 3 kW Überschuss, aber nur wenn die Raumtemperatur unter 22°C liegt. Im Sommer wird dann primär Warmwasser gemacht. Bei über 6 kW Überschuss geht's in Modus 4, aber auch hier mit Temperaturbegrenzung.
Das Vorheizen um 1-2°C im Sommer macht nichts - das ist praktisch kostenloser Komfort durch PV-Überschuss. Wichtiger ist, dass die WP nicht permanent taktet.
Also ich nutze nur Modus 2 und 3, die anderen beiden brauch ich nicht. Wichtig ist die richtige Schwellwerte zu finden - bei mir sinds 3,5 kW für Modus 3.
Aber mal ne andere Frage: Hast du schon mal überlegt den Warmwasserspeicher größer zu dimensionieren? Mit nem 500L Speicher statt 300L könntest du viel mehr PV-Überschuss "zwischenspeichern". Das ist oft effizienter als Batterie.
Bei der SG-Ready Steuerung kommt es sehr auf die richtige Parametrierung an. Ich würde empfehlen, dass Sie zunächst die Hysterese-Werte in Ihrem Energiemanager überprüfen. Bei nur 1-2 kW Überschuss ist Modus 3 meist zu früh aktiviert.
Optimal wäre: Modus 3 ab ca. 3-4 kW Überschuss (damit die WP sicher im effizienten Bereich läuft) und Modus 4 erst ab 5-6 kW. Wichtig ist auch die Mindestlaufzeit - einmal angesprungen sollte die WP mindestens 15-20 Minuten laufen, sonst wird's ineffizient durch häufige Starts.
Für den Sommer sollten Sie außerdem die Vorlauftemperatur reduzieren und eine Raumtemperatur-Begrenzung aktivieren. Modern Wärmepumpen können durchaus zur Kühlung genutzt werden, wenn entsprechend eingestellt.
Bei meiner Nibe hab ich lange rumprobiert. Lösung war am Ende simpel: Modus 3 ab 3,5 kW für 15 Min, Modus 4 gar nicht verwenden. Dafür WW-Temperatur im Sommer auf 55°C erhöht, dann passt mehr rein.
Und wenn der Speicher voll ist, heizt sie halt das Haus bisschen vor - ist doch geschenkt bei dem PV-Überschuss! Im Winter freut man sich über jeden gespeicherten kWh.