Moin zusammen, nach 15 Jahren bin ich wieder aktiv und plane den Umbau meines Altbaus. Neben der Luft-Wasser-WP mit Fußbodenheizung soll es auch eine PV-Anlage werden.
Mich beschäftigt gerade die Amortisationsrechnung. Ich lese überall unterschiedliche Zahlen: Die einen rechnen nur die WP-Installation, die anderen packen die gesamte PV dazu. Manche zählen Förderungen rein, manche nicht.
Wie geht ihr da vor? Welche Kosten müssen in die Rechnung, welche nicht? Muss ich für den Altbau-Fall mit anderen Kostenfaktoren rechnen als im Neubau?
Und wie realistisch sind diese 15-20-Jahre-Amortisationszeiten, die man überall liest? Woran scheitern sie in der Praxis?
Wäre gut, wenn jemand eine praxisnahe Checkliste hätte, wie man das richtig durchrechnet – ohne rosarote Brille, aber auch ohne zu pessimistisch zu sein.
Hallo Stefan, willkommen zurück! Das ist eine wichtige Frage, die ich mir auch gerade stelle. Bei meinem Reihenhaus versuche ich gerade, das zusammenzubringen.
Bei der Amortisationsrechnung würde ich das so aufteilen: Die WP selbst (Material + Handwerk) und die PV sollten getrennt betrachtet werden, weil sie unterschiedliche Wirtschaftlichkeitszyklen haben. Die WP ist eher Energiesparen, die PV ist Eigenverbrauch + Einspeisung.
Was unbedingt rein muss:
- Anschaffungskosten WP und PV (inklusive Montage und Anschlüsse)
- Sanierungskosten für die Fußbodenheizung im Altbau (oft unterschätzt)
- Wartungs- und Servicekosten über die Jahre
- Der tatsächliche Strompreis im Vergleich (nicht der heutige, sondern mit realistischer Steigerung)
Was rausgerechnet werden kann:
- KfW- und BAFA-Förderungen (die sind real Geld, das du bekommst)
- Ggf. eingesparte Öl-/Gasheizungskosten
Für den Altbau: Ich würde mit längeren Amortisationszeiten rechnen, weil oft erst saniert werden muss. 15-20 Jahre ist eher optimistisch bei älteren Häusern.
Hast du schon ein Energieaudit machen lassen?