Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, für unser Einfamilienhaus aus den 70ern eine echte Analyse zu machen – nicht die glatte Broschüren-Rechnung der Installateure. Wir haben schwache Dämmung (kaum machbar nachzurüsten), und jetzt wird mir überall eine Luft-WP mit PV als die Lösung verkauft.
Meine Frage ist ehrlich: Wie sieht es im real life aus? Im Sommer mag die PV schön was bringen, aber wie verhält sich das mit den echten Stromkosten? Die ganzen Datenblätter versprechen JAZ von 4,5+, aber ich lese immer wieder von Altbau-Betreibern, die im Realbetrieb eher bei 2,8–3,5 landen.
Wer von euch hat eine funktionierende PV+WP-Kombi im Altbau und kann berichten: Wie viel Strom verbraucht die WP wirklich pro Jahr? Was bringt die PV konkret dazu? Und – das ist mir wichtig – ab wann rechnet sich das wirtschaftlich für ungedämmte Häuser?
Ich will keine Märchen, sondern handfeste Betriebserfahrung. Danke!
Guter Punkt, dass du das kritisch fragst. Bei Brauchwasserbereitung über WP sehe ich ähnliche Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis. Im Sommer funktioniert das gut – mit PV können die Geräte tagsüber effizient laufen und die Speicher laden. Aber der entscheidende Punkt ist die Steuerung: Wenn du eine einfache Brauchwasser-WP mit konstanter Temperatur fährst, verlierst du durch Wärmeverluste der Speicher viel. Mit intelligenter Regelung – also nur laden wenn PV genutzbar ist – und guter Rohrdämmung wird's deutlich besser. Im Winter ist aber realistisch: Die WP muss viel Stromeigenverbrauch decken, PV hilft kaum. Deine JAZ-Sorge ist berechtigt. Vielleicht hilft dir auch ein Blick auf die konkrete Steuerlogik – nicht alle Installateure setzen das optimal um.