Moin zusammen,
ich plane gerade die Umstellung meiner Erdwärmeanlage im Altbau und bin wieder mal auf die klassische Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gestoßen. Die Hersteller geben ihre Heizkörper-Leistungen ja standardmäßig bei 75/65/20°C an – aber bei einer Sole-Wasser-WP mit 35-40°C Vorlauf sind diese Werte komplett obsolet.
Meine Frage: Wie geht ihr praktisch damit um? Nutzt ihr Korrekturfaktoren nach EN 12098 oder arbeitet ihr direkt mit gemessenen Werten? Ich hab bei meinen bisherigen WP-Projekten festgestellt, dass viele Installateure einfach die Nominalleistung nehmen und dann später im Betrieb merken, dass die Räume nicht warm genug werden – besonders bei den Flachheizkörpern im EG.
Hat jemand von euch mit echten Messdaten gearbeitet und kann berichten, wie stark die Abweichung wirklich ist? Und: Lohnt sich in so einem Fall die Nachkalibrierung über die Heizkreisregler, oder muss man am Ende doch die Heizkörper vergrößern?
Freue mich auf Input aus der Praxis – nicht die Standardantworten.