Hallo zusammen,
wir planen gerade die Heizkörper für unser Einfamilienhaus (Bj. 2018) und stehen vor einer Entscheidung. Die bisherigen Standard-Plattenheizkörper sind funktional ok, aber optisch nicht der Knaller. Jetzt überlegen wir, ob wir auf Design-Heizkörper umsteigen sollen.
Habe mir verschiedene Modelle angeschaut - von schlichten vertikalen Varianten bis hin zu richtig ausgefallenen Designerstücken. Problem: die Heizleistung ist oft deutlich geringer als bei klassischen Rippenheizkörpern gleicher Größe.
Bei unserer Luft-Wasser-WP (12kW) fahren wir normalerweise mit 45/35°C Vorlauf/Rücklauf. Reicht das für Design-Heizkörper aus oder müsste ich höhere Temperaturen fahren? Das würde ja die Effizienz verschlechtern.
Hat jemand Erfahrungen mit Design-HK an der WP? Welche Modelle könnt ihr empfehlen, die sowohl optisch was hermachen als auch genug Leistung bringen? Oder sollte man bei WP grundsätzlich bei Standard-Heizkörpern bleiben?
Würde mich über eure Meinungen freuen!
Viele Grüße
Kann H.Kellner nur zustimmen - die Oberflächengestaltung ist entscheidend. Wir haben in unserem Neubau 2027 ähnliche Überlegungen.
Bei 45/35°C sollten Sie mindestens 20% Reserve bei der Heizlast einplanen, wenn Sie auf Design-HK setzen. Sonst wird es an kalten Tagen knapp.
Tipp: Kermi Verteo oder Arbonia haben gute Kompromisse zwischen Design und Leistung. Die kosten zwar mehr, aber die Mehrkosten sind überschaubar verglichen mit einer WP-Nachrüstung.
Na ja, bei dem ganzen Design-Gedöns vergessen viele die Kosten. Die schicken Teile kosten oft das 3-4fache von normalen Heizkörpern. Und dann heizt man evtl noch ineffizienter...
Ich würd bei funktionalen Sachen bleiben. Wer schaut schon dauerhaft auf Heizkörper? Lieber das Geld in bessere Dämmung oder 'ne größere WP investieren.
Bei Design-HK ist das immer ein Kompromiss. Hab schon öfter gesehen, dass Leute sich von der Optik blenden lassen und dann im Winter frieren. Die meisten Designer-Teile haben 20-30% weniger Leistung als normale Plattenheizkörper.
Bei deiner WP-Auslegung würd ich vorsichtig sein. 45°C ist ja schon nicht wenig und wenn du dann noch schwächere HK nimmst, musst du evtl. höher fahren. Das kostet Effizienz.
Mein Rat: schau dir mal Purmo oder Zehnder an. Die haben moderne Designs, die trotzdem vernünftig heizen.
Guten Tag,
ich kann aus beruflicher Erfahrung nur bestätigen, was WPSkeptiker47 schreibt. Design-Heizkörper sind oft ein thermodynamisches Problem bei Wärmepumpen.
Wichtig ist der Wärmeübergangskoeffizient - viele Designmodelle haben glatte Oberflächen ohne Konvektion. Das führt zu schlechter Wärmeabgabe. Bei Ihrer 45/35°C-Auslegung sollten Sie unbedingt die Herstellerangaben bei genau diesen Temperaturen prüfen, nicht bei den üblichen 70/55°C aus den Datenblättern.
Alternativ: Wandheizkörper mit größerer Fläche oder Kombination aus wenigen Design-Elementen und effizienten Standard-Heizkörpern in Nebenräumen. So haben Sie optische Highlights, ohne die Gesamtanlage zu gefährden.