Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie man eine Luft-Wasser-Wärmepumpe optimal mit einem Batteriespeicher betreiben kann – nicht primär wegen PV, sondern um Spitzenlasttarife zu vermeiden und die WP gezielt in günstige Stromzeiten zu verschieben.
Mein Szenario: EFH mit Flächenheizung, relativ konstanter Wärmebedarf auch im Sommer (WW-Bereitung). Ich habe vor, einen 10-15 kWh-Speicher zu installieren und die WP intelligent zu steuern – also nachts laden, tagsüber mit Batterie fahren.
Meine Fragen:
1. Wie definiere ich sinnvolle Betriebspunkte? Soll die WP nur bei voller Batterie laufen, oder auch teilweise vom Netz?
2. Hat jemand Erfahrung damit, wie sich Regelungs-Zyklen (häufiges Ein/Aus der WP) auf Effizienz und Verschleiß auswirken?
3. Welche Steuerprotokolle (SG Ready, Modbus, REST-API) habt ihr für solche Szenarien eingesetzt?
Ich suche praktische Erfahrungen, nicht nur Theorie. Danke!
Thomas, gute Frage! Ich bin da ähnlich vorgegangen und habe gemerkt, dass die Schaltlogik entscheidend ist.
Bei mir läuft das so: Ich fahre die WP nur an, wenn der Speicher mindestens 70% geladen ist – darunter hole ich mir den Strom direkt vom Netz, weil die Lade- und Entladezyklus-Verluste zu hoch werden. Die WP sollte möglichst stabil laufen (Heizlastberechnung nach EN 12831 – hatte ich ja auch schon hier diskutiert), nicht dauernd zuschalten.
Zum Thema Zyklen: Zu häufiges Ein/Aus schadet der JAZ massiv. Meine Anlage nach 8 Jahren zeigt, dass stabile Laufpunkte deutlich effizienter sind. SG Ready habe ich anfangs probiert, bin aber auf REST-API über Home Assistant gewechselt – da habe ich mehr Kontrolle und kann flexibler reagieren.
Wie ist denn dein aktueller Heizlastbedarf – kennst du das Wert aus der EN-Berechnung?