Hallo zusammen,
ich plane gerade die Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Batteriespeicher für mein Einfamilienhaus. Bei der Recherche stoße ich immer wieder auf die Diskussion LFP versus NMC und bin mir unsicher, welche Technologie für meinen Use-Case sinnvoller ist.
Mein Fokus liegt auf Kostenoptimierung und langfristiger Effizienz. Die Wärmepumpe läuft bei mir ganzjährig, im Sommer natürlich weniger intensiv. Ich habe vor, die Anlage mit PV zu kombinieren und die Stromkosten durch intelligente Nutzung zu minimieren.
Was ich bisher gelesen habe:
- LFP soll sicherer und langlebiger sein (5000+ Zyklen)
- NMC hat höhere Energiedichte und soll günstiger sein
- LFP kann besser mit häufigem Laden/Entladen umgehen
Aber welche Technologie rechnet sich tatsächlich bei einer WP über 10-15 Jahre? Gibt es Unterschiede bei der Steuerung mit der Wärmepumpe? Und wie wirkt sich die Sommerintensität aus – lädt LFP effizienter bei teilweisem Lade-/Entladezyklus?
Freue mich über konkrete Erfahrungen und Herstellervergleiche.
Danke,
Markus
Markus, gute Frage. Nach meiner Rückkehr ins Forum beschäftige ich mich zwar primär mit Sole- und Wasser-Wasser-Systemen, aber beim Batteriespeicher kann ich dir folgendes mitgeben:
Bei einer Wärmepumpe mit ganzjähriger Nutzung würde ich eher zu LFP tendieren. Der Grund ist nicht die Energiedichte, sondern die Zyklenfestigkeit. Eine WP lädt und entlädt den Speicher regelmäßig – im Sommer vielleicht täglich, im Winter mehrfach. LFP verträgt das besser ohne Kapazitätsverlust.
NMC hat zwar noch immer seinen Platz, aber bei deinem Anspruch (15 Jahre, hohe Zyklenzahl) zahlst du am Ende durch früheren Austausch drauf. Die initiale Kostenersparnis bei NMC wird durch die Lebensdauer aufgezehrt.
Eine Anmerkung: Die Steuerung unterscheidet sich nicht wesentlich zwischen den Technologien – das hängt eher vom Wechselrichter und der WP-Integration ab. Was dir hilft: Schau auf die Herstellervorgaben zum Mindest-/Maximal-Ladezustand im Teillastbetrieb. Das ist oft der tickende Punkt.