Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Hybrid-Anlage (Luft-Wasser-WP + Gas-Brennwertkessel) nach zwei Jahren Betrieb wirtschaftlich durchzurechnen. Dazu habe ich alle monatlichen Strom- und Gasrechnungen systematisch gesammelt und möchte diese jetzt mit den Kosten vergleichen, die ich hätte, wenn ich nur eine moderne Gasheizung betrieben würde.
Mein Setup: JAZ gemessen bei ca. 3,2 über das ganze Jahr, COP im Winter deutlich niedriger (ca. 2,4), aber Sommer sehr gut. Hybrid-Schaltpunkt läuft über KNX, ich optimiere da regelmäßig nach.
Meine Frage: Wie berücksichtige ich korrekt die höheren Investitionskosten (ca. 8k mehr gegenüber nur Gas) bei dieser 20-Jahre-Rechnung? Sollte ich mit Strompreissteigerungen rechnen, die höher liegen als Gaspreissteigerungen? Und wie gehe ich mit meiner Gas-Nutzung um – die sinkt ja durch die WP, ist aber wegen der Hybrid-Logik nicht gleich null.
Hat jemand eine ähnliche Rechnung schon aufgestellt? Wie seid ihr vorgegangen?
Interessante Frage, zumal ich mich ja gerade mit der Dimensionierung meiner Wasser-Wasser-WP beschäftige. Mein Ansatz wäre, die 8k Mehrkosten linear über 20 Jahre zu verteilen und dann die jährliche Einsparung (Stromkosten WP-Effizienz minus höherer Strompreis) dagegen zu rechnen. Bei deinen 3,2 JAZ und aktuellen Strompreisen sollte das aufgehen. Allerdings: Wie ist denn deine Gas-Nutzungsquote wirklich? Wenn die WP 80% der Heizlast übernimmt, brauchst du die Gasfixkosten trotzdem noch einzurechnen – die fallen nicht weg. Das ist oft der blinde Fleck bei solchen Rechnungen.
Bei mir wird sich Erdwärme schneller amortisieren, weil höhere Vorlaufkosten, aber dafür sehr konstante COP übers Jahr. Deine Hybrid-Lösung hat den Vorteil der Redundanz – das ist auch wirtschaftlich was wert, selbst wenn es die reine Amortisationszeit etwas verlängert.