PV drauf? Das wäre mein erster Gedanke bei solchen Verbrauchszahlen. Wir haben seit zwei Jahren eine 10 kWp Anlage und die hat unseren effektiven Stromkostenbeitrag der WP enorm gesenkt – gerade jetzt im Sommer wenn die WP eh wenig läuft, laden wir Warmwasser fast komplett solar. Im Winter ist der Eigenverbrauchsanteil natürlich geringer, aber übers Jahr gerechnet trotzdem signifikant. Ich hab das mal im Detail für uns durchgerechnet, war lohnend.
Zu deiner eigentlichen Frage: 6.000-8.000 kWh Jahresverbrauch für dein Haus wäre ich als Zielkorridor mal realistisch. Ob du da hinkommst hängt wirklich stark von den Einstellungen und der Dämmqualität ab. Die neue Außenwanddämmung sollte schon was bringen, aber wenn die Heizkörper noch auf hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt sind, frisst das wieder einen guten Teil auf.
Hallo Klaus,
für dein Gebäude klingen die 2.800 kWh bis Ende Mai erstmal nicht völlig aus dem Rahmen, kommt aber stark auf die Vorlauftemperatur an. Mit Heizkörpern im Altbau läuft die WP zwangsläufig mit höheren Temperaturen, was die Effizienz deutlich drückt.
Ein grober Richtwert für ein 140qm-Haus aus den 80ern mit nachträglicher Dämmung: irgendwo zwischen 6.000 und 9.000 kWh Jahresstromverbrauch für Heizung + Warmwasser sind realistisch – je nachdem wie gut die Anlage eingestellt ist und wie kalt der Winter war.
Dass der Verbrauch im Winter massiv höher ist als im Sommer ist absolut normal und sogar gewollt. Im Sommer zieht nur das Warmwasser Strom, das sind vielleicht 30-50 kWh im Monat, der Rest kommt halt im Winter.
Was du prüfen solltest: Hast du die Heizkurve schon angepasst oder läuft die noch auf Werkseinstellung? Das ist oft das größte Einsparpotenzial, bevor man an Elektrik oder sonstwas geht. Ich hab mich da früher auch mal mit dem Thema Elektrik beim WP-Einbau beschäftigt, aber die Einstellungsoptimierung ist nochmal ein eigenes Kapitel.