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Altbau-WP im August: Leistung fällt ab – ist das Dimensionierungsproblem?

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Wilhelm S.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@wilhelmschfer)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#220]

Guten Tag zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Sanierungsprojekt zu planen und habe eine Luft-Wärmepumpe (Baujahr 2019, 10 kW) installiert bekommen. Im Winter lief alles problemlos, aber seit Juli merke ich, dass die Leistung deutlich abnimmt – die Heizkreistemperaturen fallen ab, obwohl die Anlage eigentlich nur noch Warmwasser bereiten sollte.

Meine Frage: Kann das ein Dimensionierungsproblem sein? Der Installateur hat mir damals ein Standard-Angebot gemacht, ohne dass wir wirklich die Altbau-Charakteristiken durchgerechnet haben (schlecht gedämmte Wände, alte Fenster). Im Sommer brauche ich die Heizung nicht, aber für die Wirtschaftlichkeit interessiert mich: Wenn die Anlage jetzt schon im August müde wird – wie sieht es dann im nächsten Winter aus, wenn ich nachsaniere?

Gibt es eine Methode, wie ich selbst feststellen kann, ob die Dimensionierung wirklich nicht passt, oder muss ich den Techniker kommen lassen? Kostenpunkt interessiert mich auch – was sollte so eine Diagnose kosten?


1 Antwort
Tobias B.
Beiträge: 20
(@t-breitmeyer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Wilhelm,

da müssen wir unterscheiden: Wenn die WP im Sommer bei der Warmwasserbereitung schwächelt, liegt das meist nicht an der Heizleistungs-Dimensionierung, sondern an der Abstimmung des Warmwasserspeichers und der Regelung. Gerade bei älteren Anlagen ist oft die Schichtung im Speicher suboptimal eingestellt, oder die Steuerlogik fährt nicht die richtige Betriebsstrategie.

Für die Winterdiagnose würde ich folgendes vorschlagen: Sammeln Sie über ein bis zwei Heiztage deine Verbrauchswerte (kWh elektrisch rein, Heizwärmeleistung raus) und berechne den COP – den vergleiche dann mit dem Datenblatt. Liegt der COP deutlich unter Sollwert, könnte es ein echtes Dimensionierungsproblem sein. Im August mit nur Warmwasser ist das schwer zu prüfen.

Vor einer kostspieligen Nachsanierung würde ich erst prüfen lassen, ob die Regelparameter und die Speicherstrategie optimal laufen – das kostet meist unter 200€. Die Sanierung selbst rechnet sich nur, wenn die Heizlast wirklich zu hoch ist.


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