Hallo zusammen,
ich plane derzeit eine Erdwärmesonde für unser Neubau-Projekt und beschäftige mich intensiv mit der thermischen Dimensionierung. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt:
Wir wollen die Sole-Wasser-WP nicht nur zum Heizen nutzen, sondern auch aktiv kühlen – etwa ab Mai/Juni bis September. Das heißt, ich hätte theoretisch eine Gleichzeitigkeit von Warmwasserbereitung (konstant nötig) und Kühlbedarf (variabel, je nach Wetterlage) im gleichen Sondensystem.
Meine Frage: Wie wirkt sich diese thermische Doppelbelastung im Sommer auf den gemessenen COP aus? Sinkt der COP merklich, wenn die Sole durch die Kühlvorgänge wärmer wird? Und gibt es Erfahrungswerte, wie viel Bohrtiefe ich einrechnen sollte, um das System stabil zu halten?
Von der Theorie her müsste der COP im Sommer eigentlich besser sein als im Winter – aber mit aktiver Kühlung könnte sich das umkehren. Hat jemand hier praktische Messwerte oder Herstellerangaben zu diesem Szenario?
Danke für euer Feedback!