Ich seh das ein bisschen andres als WpSkeptiker oben – der wöchentliche Hygienezyklus ist schon sinnvoll und bei modernen Steuerungen ist der Energieaufwand auch nicht sooo dramatisch. Klar, der Heizstab läuft kurz, aber verglichen mit dem Gesamtverbrauch ist das überschaubar.
Was ich noch ergänzen würde: Schau mal nach ob bei dir eine Zirkulationsleitung verbaut ist. Die ist beim Legionellenschutz tatsächlich der knifflige Teil – da kann sich in den Rohren stehendes Wasser ansammeln, das weder kalt noch heiß genug ist. Also so zwischen 25-50°C, das ist genau der Wohlfühlbereich für Legionellen. Wenn du eine Zirkulation hast, muss die in den Hygieneyklus mit eingebunden sein, sonst bringt das Aufheizen des Speichers allein nicht viel.
Ohne Zirkulation ist das EFH-Szenario aber ehrlich gesagt relativ entspannt. Trotzdem: Steuerungseinstellungen prüfen und für den Urlaub manuell anstoßen, das würd ich auch so machen.
Ich mach das bei uns seit Jahren so: einmal pro Woche Donnerstagabend läuft der Hygieneboost automatisch, dauert so 90 Minuten mit Heizstab, dann ist der Speicher auf 65°C. Vor dem Urlaub einmal manuell anschmeißen, Sicherungsventil und Ausdehnungsgefäß kurz kontrollieren ob alles passt, und dann auf Stand-by stellen.
Ein Punkt den ich noch nirgends gelesen hab hier: Nicht vergessen dass auch die Kaltwasserleitungen nicht zu warm werden dürfen. Im Sommer, gerade wenn die Leitungen nah an warmen Räumen verlaufen, kann da Kaltwasser auf 25°C+ kommen. Das ist eigentlich auch ein Hygieneproblem, wird aber oft vergessen weil alle nur auf den Speicher schauen. Ich hab damals bei unserem Lüftungsumbau – da ging es um ganz anderes Thema – aber nebenbei die Kaltwasserleitungen in der Haustechnik auch gedämmt. Hat sich bewährt.