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COP-Kurve über Jahresverlauf - wie stark sinkt er im Winter wirklich?

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Technik_Marco_85
Beiträge: 5
Themenstarter
(@technik_marco_85)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#82]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Planung unserer neuen Wärmepumpe und bin etwas verwirrt von den ganzen COP-Angaben. Die Hersteller geben ja meist optimistische Werte an, aber wie sieht es in der Realität aus?

Meine Frage: Wie entwickelt sich der COP eurer Wärmepumpe über das ganze Jahr? Ich hab mal gehört, dass bei -10°C Außentemperatur der COP auf unter 2 fallen kann, stimmt das? Bei meiner geplanten Luft-Wasser WP (12kW) steht A7/W35 = COP 4,2 im Datenblatt.

Was sind realistische Erwartungen für:
- Herbst/Frühjahr (5-10°C)
- Winter (0 bis -5°C)
- Extremkälte (-10°C und drunter)

Jetzt im Sommer plane ich alles durch und will wissen, womit ich wirklich rechnen kann. Habt ihr mal über ein ganzes Jahr dokumentiert? Würde mich über eure Erfahrungswerte freuen!


4 Antworten
Klaus_195219
Beiträge: 25
(@klaus_195219)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Bei meiner Anlage ist es ähnlich wie bei H.Weber. Im zweiten Jahr jetzt und der COP schwankt schon ordentlich.

Besonders krass war es im letzten Januar bei -12°C - da war ich bei COP 1,8! Aber das waren nur wenige Tage. Normal im Winter so 2,5-3,0.

Hab mal durchgerechnet: von Oktober bis März durchschnittlich COP 2,9, von April bis September etwa 4,1. Macht über's Jahr knapp 3,2.

Die Abtauerei nervt wirklich - alle 2-3 Stunden im Winter. Da geht schon was verloren.


Antwort
H.Weber
Beiträge: 21
(@h-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Marco,

aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: Die Herstellerangaben sind meist zu optimistisch. Bei meiner 14kW Luft-Wasser läuft es so:

- Frühjahr/Herbst (5-10°C): COP zwischen 3,5-4,0 - das passt noch halbwegs
- Winter (0 bis -5°C): COP fällt auf 2,8-3,2 ab
- Unter -8°C: da bin ich teilweise bei COP 2,2 gelandet

Das liegt auch an der Vorlauftemperatur - mit Fußbodenheizung und 35°C läuft es besser als mit 45°C bei Heizkörpern. Der SCOP über's ganze Jahr war bei mir 3,1 - nicht schlecht, aber deutlich unter den beworbenen 4,2.

Wichtig ist auch die Abtauzyklen im Winter - die verschlechtern die Bilanz zusätzlich. Plane lieber konservativ mit COP 3,0 im Jahresmittel, dann wirst du nicht enttäuscht.


Antwort
Stefan-Mueller
Beiträge: 30
(@stefan-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin Marco,

kann die Werte der anderen bestätigen. Wichtig ist aber auch: welche Vorlauftemperatur brauchst du? Bei meinem Altbau mit 45°C VL sieht's schlechter aus als bei Neubau mit 35°C.

Bei mir (Baujahr 1932, saniert): Winter-COP meist zwischen 2,2-2,8. Aber trotzdem günstiger als die alte Gasheizung!

Hatte ja schon mal geschrieben, dass Heizkörper nicht das Ende der Welt sind - aber die COP-Werte leiden schon darunter.

Realistisch planen ist das A und O!


Antwort
ErdwaermeNeu28
Beiträge: 25
(@erdwaermeneu28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hi,

bei unserer Split-WP sieht es etwas besser aus als bei den Monoblocks hier. Im Winter meist COP 2,8-3,3, auch bei -8°C noch über 2,5.

Aber Achtung: kommt auch auf den Hersteller an. Die günstigen Modelle brechen stärker ein als die teureren mit besserer Regelung.


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